Das Schröpfen

ist ein eines der ältesten Heilverfahren (ca. 5.000 Jahre alt). Es bewährt sich immer noch als sehr wichtiges Therapieverfahren in der heutigen Naturheilpraxis.
Schröpfen wirkt als:

  1. Segmenttherapie = Ort des Schröpfens ist entscheidend und wirkt über gesetzte Reize auf gezielte bestimmte Organe
  2. Umstimmungstherapie = hier macht man sich “Extravasate“ zu Nutze, das sind die beim Schröpfen aus einem Blutgefäß ausgetretenen Säfte, diese wirken als Reize

Ziel des Schröpfens ist die Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang zu setzen oder zu stärken, wenn diese selbst dazu nicht in der Lage sind.
Unterschieden wird zwischen dem trockenen und blutigen Schröpfen.

Das trockene Schröpfen:

In einem speziellen Schröpfkopfglas wird ein Vakuum erzeugt. Mit diesem Unterdruck wird das Glas auf die Haut, bzw. bestimmte Segmentzonen am Körper, gesetzt. Der Unterdruck überträgt sich auf das Hautgewebe und setzt ein künstliches Haematom (Bluterguss), das von den Zellen des Immunsystems entsorgt wird und innerhalb einer Woche verblasst. So wird eine stärkere Durchblutung in dieser Gewebezone und somit das Immunsystem angeregt. Auf diese Weise bewirkt es eine allgemeine Tonisierung/Kräftigung.

Das blutige Schröpfen:

Die Haut wird vor dem Aufsetzen der Gläser, mit einer sterilen Blutlanzette kurz angeritzt. So tritt Blut aus den kleinen Öffnungen in das Schröpfglas und befreit diesen Bereich von Stoffwechselschlacken im Unterhaut- und Muskelgewebe. Der Blutverlust ist sehr gering.

Durch die Behandlung von Schröpfzonen können funktionelle Störungen und Erkrankungen unterschiedlicher Organsysteme positiv beeinflusst werden:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates; auch bei Schmerzen verursacht durch Morbus Bechterew und Osteoporose
  • Verspannung der Muskulatur
  • HNO-Erkrankungen und Erkrankungen der Atemwege (chron. Bronchitis, usw.)
  • Erkrankungen des Verdauungsapparates
  • Schwächezustände
  • bei Hypotonie und ständiger Müdigkeit
  • bei Hypertonie
  • bei Kopfschmerzen, als Ursache von innerer Spannung und Depressionen, Angst und aufgestauter Aggressionen, Erschöpfung und verspannter Nackenmuskulatur